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Melodien der Berge:
Musikalische Reise durch die Welt der Alpen mit Michael Harles

Samstag, den 14. Juni 2008 um 20.15 Uhr im ERSTEN
Wiederholung am 16. Juni um 10.15 Uhr im ERSTEN

mit Musik von den Stars der Volksmusik:
Hansi Hinterseer, Alpentrio Tirol, Belsy, Astrid Harzbecker,
Die Ladiner & Die Amigos, Sigrid & Marina, Zillertaler Haderlumpen,
Die Mayrhofner und der „Singenden Wirtin“ Rosi Schipflinger

Michael Harles:
»Mein Ziel war es immer,
einmal große Abendunter-
haltung zu machen.
Menschen mitzunehmen
auf eine Reise durch traum-
hafte Landschaften mit fas-
zinierender Geschichte
unterstützt von mitreißender
Musik«.


„Melodien der Berge“ ist heute in einem der berühm-
testen Erholungsgebiete der Alpen: Im Reich des
„Wilden Kaisers“ zwischen Kufstein, Kitzbühel und
St. Johann in Tirol. Mit spektakulären Flugaufnahmen
aus einem Helikopter zeigt Moderator Michael Harles,
warum das Kaisergebirge, das seinen Namen bekam,
weil es angeblich aussieht wie eine „Kaiserkrone“, zu
den beliebtesten Touristenzielen Europas gehört:
Schroffe Felsen wechseln mit tiefen Tälern und male-
rischen Bergseen. Das „älteste Kaiserreich der Welt“
ist ein Eldorado für Kletterer, Mountainbiker und
Wanderer. Und weil es hier so traumhaft schön ist,
hat auch die Prominenz aus Show, Adel, Wirtschaft
und Sport diese Region für sich entdeckt. In Kitzbühel,
dem Nobel-Vorzimmer Münchens mit extremer Promi-
dichte, trifft Michael Harles den Schauspieler Philipp
Sonntag, der augenzwinkernd Geschichten über den
Jetset erzählt…

Auch die bayerisch-österreichische Grenzstadt
Kufstein, die „Perle Tirols“, fesselt die Besucher im
Sommer mit ihrer unbändigen Lebensfreude. Auf der
mächtigen Burg und zwischen den Jugendstilfassaden
der Altstadt werden unzählige Feste gefeiert.
Michael Harles entführt die Zuschauer in eine zauber-
hafte italienische Nacht mit Opernarien und venezia-
nischen Masken auf der Festung Kufstein.

Gefeiert wird auch auf der Stöcklalm in Hochsöll am
Kaisergebirge. Speziell für das „Alpentrio Tirol“ kocht
der Münchner Sternekoch Alfons Schuhbeck als
Überraschungsgeschenk zum 25. Bühnenjubiläum
der drei Tiroler Musiker einen ganz besonderen
„Wilden Kaiserschmarrn“. Michael Harles trifft außer-
gewöhnliche Menschen wie Ernst König, den
„Adlerflüsterer“ Tirols, steht Auge in Auge dem „König
der Lüfte“ gegenüber, einem Steinadler. Und er nimmt
die Zuschauer mit in das Paradies für viele Pferde-
freunde: auf die Haflinger-Alm, des wohl berühmtesten
Haflingergestüts der Welt.

Die CD/DVD zur Sendung
ist als Folge 10 der
»Melodien der Berge«
im Handel erhältlich!
Astrid Harzbecker gehört zu den bekanntesten Sängerinnen des volkstümlichen Schlagers. Die Siegerin des „Deutschen Grand Prix der Volksmusik“ (2000) erzeugt mit ihrer unverwechselbaren „Stimme der Liebe“ Gänsehaut bei ihren Konzerten. Auch mit ihrem aktuellen Liebeslied „Drei weiße Perlen“, das sie in „Melodien der Berge – Im Reich des Wilden Kaisers“ am 14. Juni im ERSTEN singt, trifft sie den Nerv ihrer Fans. Eine ganz andere Liebe hat sie 2003 realisiert – die Berge. Seit fünf Jahren wohnt die gebürtige Sächsin in Holzkirchen bei München. Hier, im Voralpenland, erholt sich die zierliche studierte Musik- pädagogin, Sängerin, Textautorin und Komponistin mit ihrem Ehemann Hans-Jürgen Schmidt von ihren anstrengenden Konzerten im In- und Ausland. Doch wer sie im Oberbayerischen so unbeschwert erlebt, kann kaum glauben, welch schlimme Schicksalsschläge sie verkraften musste: Schwere Verkehrsunfälle hat sie psychisch noch einigermaßen weggesteckt. Auch wenn sie nur knapp überlebte, weil Heerscharen von Schutzengeln im Dienst gewesen sein müssen. Doch als ihre Mutter nach schwerer Krankheit starb, war die Trauer schier unendlich. Damit nicht genug: Ihrem Mann, der ihr beim Tod der Mutter Christa so intensiv beistand, mussten bei einer Herzoperation vier Bypässe gelegt werden. Wie sie das alles verkraftet und welche Hoffnungen sie hat, verrät sie im Kurz-Interview:

Astrid Harzbecker: Das war alles sehr schwer zu verkraften für mich. Erst die schweren Verkehrsunfälle, dann der große Schicksalsschlag durch den Tod meiner Mutter. Ich konnte es nicht fassen. Sie zu verlieren, war ein unendlich großer Schock. Aber mein Glaube hat mir geholfen. Ich bin in Sachsen katholisch erzogen worden und glaube fest an Gott. Das hat mir Kraft gegeben. Zum anderen hat mich auch die Liebe meines Mannes gestützt. Er war immer für mich da. Man wächst noch mehr zusammen, obwohl die Liebe schon sehr groß ist. Und dann kam die Herzoperation meines Mannes, der vier Bypässe bekam. Ich war verzweifelt. Aber all diese Dinge haben uns noch mehr zusammen geschweißt.

Ein Titel von Ihnen heißt „Ich träum’ noch immer von dir“. Von wem träumen Sie?
Astrid Harzbecker: Ich träume von meiner toten Mutter, die mir so viele gute Ratschläge gegeben hat und ein zentraler Punkt in meinem Leben war. Und ich träume von meinem Mann und bete, dass er jetzt gesund bleibt.

Wenn Sie von Ihrem Mann träumen, träumen Sie auch davon, mit ihm Kinder zu haben?
Astrid Harzbecker: Es war schon immer mein Wunsch, Kinder zu haben. Ich hatte seit jeher einen großen Bezug zu Kindern. Als ich 13 Jahre alt war, bekam meine Mutter Zwillinge. Ich habe meine Geschwister, die heute 30 sind, mit groß gezogen. Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn ich ein Kind bekäme. Ich wünsch’ mir so sehr ein Baby.

Was wünschen Sie sich sonst noch für die Zukunft?
Astrid Herzbecker: Ich möchte mich noch weiter mit meinem Mann verwirklichen. Bisher wurde er ja nur als Komponist gesehen, weil er viele Hits für mich geschrieben hat. Jetzt geben wir Kirchenkonzerte zum Beispiel bei der Tour „Weihnachten mit Astrid Harzbecker“, bei denen er als Organist und Pianist erstmalig öffentlich an meiner Seite ist. Und ich möchte mit meinen Liedern viele Menschen erreichen.

Sie wurden Ehrenbürgerin von Calgary?
Astrid Harzbecker: Ja das stimmt. Ich habe bisher vier Solo-Tourneen quer durch Kanada gemacht. Anscheinend sind meine Auftritte als Deutsche in Kanada gut angekommen. Ich durfte mich ins „Goldene Buch“ im Rathaus der Stadt Montreal eintragen. Und in der Olympia-Stadt Calgary wurde ich Ehrenbürgerin. Das macht mich stolz.

Belsy lebt im Grödnertal mitten in den Dolomiten unterhalb des berühmten Luis Trenker-Felsens Langkofel. Mit ihren tiefschwarzen Haaren und dem dunkelbraunen Teint aber sieht sie nicht unbedingt aus wie ein Kind südtiroler Berge. Und doch singt das Findelkind, das als Baby vor einem Waisenhaus im indischen Kerala abgelegt wurde und durch Adoption ins Grödnertal kam, aus tiefer Überzeugung und voller Liebe von ihrer südtiroler Heimat mit den schneebedeckten Gipfeln und den einsamen Tälern. Jetzt, mit 23 Jahren, hat Belsy zum ersten Mal ihr indisches Geburtsland besucht. In „Melodien der Berge“ spricht sie über ihre Emotionen, als sie ihr Waisenhaus wieder sah.

Eine Woche war sie im südindischen Kerala, nachdem sie vorher ein Benefizkonzert gegeben hatte, um ihr ehemaliges Waisenhaus zu unterstützen. „Es war für mich faszinierend das Land zu sehen, aus dem ich komme“, meint die zierliche „Grand Prix der Volksmusik“-Gewinnerin von 2006. „Die vielen Farben haben mich beeindruckt, vor allem aber, dass die Menschen so glücklich wirken, obwohl sie unheimlich arm sind.“ Das Waisenhaus selbst, sieht sie bewusst zum ersten Mal: „Ich war ja schließlich ein Baby, als ich hier abgelegt und später adoptiert wurde. In der Station, die mich aufnahm, leben aber noch einige Schwestern, die sich an mich erinnerten. Es war schon ein sehr emotionaler Moment. Interessant war auch, dass das Waisenhaus auf 1200 Metern Höhe liegt. Aufgewachsen bin ich in Wolkenstein im Grödnertal, auf 1400 Metern. Ich war also schon immer ein Kind der Berge…“

Doch wie kommt ein indisches Baby überhaupt in ein einsames, verstecktes Tal in den Dolomiten? Des Rätsels Lösung: Als Erika (51) und Raimund Demetz (53) vor fast 30 Jahren erfuhren, dass sie keine Kinder bekommen können, stellten sie einen Adoptions-Antrag für ein Dritte-Welt-Kind. Doch es dauerte vier lange Jahre, bis sie alle bürokratischen Hürden überwunden hatten und endlich im Flieger nach Indien saßen. Erika Demetz: „Als wir dort ankamen, traf uns fast der Schlag. Man hatte uns ein 18 Monate altes Kind namens Belsy versprochen, das aber vor Ort nicht auffindbar war – einfach spurlos verschwunden. Man hat uns dann ein anderes Kind in die Hände gedrückt. Es war kleiner, konnte noch nicht laufen und nicht sprechen - ungewöhnlich für ein angeblich eineinhalb Jahre altes Kind. Alles war sehr verworren, sicher nur eines: Wir hatten zwar die Papiere von Belsy, aber Belsy war nicht Belsy. Um aber nicht noch einmal vier Jahre warten zu müssen, haben wir ganz einfach dieses andere Kind genommen.“ Belsy lächelnd: „Das heißt nichts anderes, als dass ich nicht weiß, wie alt ich tatsächlich bin und wie ich wirklich heiße. Schon komisch, aber ich bin jetzt einfach die Belsy.“